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Kann man Implantate nicht sofort belasten?
„Zahn raus – Implantat rein“

Dieser Gedanke ist in der Tat nahe liegend und bestechend. Prinzipiell funktioniert das auch, allerdings müssen dabei einige Punkte beachtet werden:

• Nach jeder Zahnentfernung kommt es zu einer Schrumpfung des Knochens am obersten Rand. Diese Schrumpfung kann nicht komplett aufgehalten oder ihr Ausmaß vorhergesagt werden. Im ästhetisch relevanten Frontzahnbereich würde solch ein Vorgehen also ein nicht kalkulierbares Risiko darstellen (Rückgang des Zahnfleischs und daraus resultierend unterschiedlich lange Zahnkronen). Hier bietet sich bei deutlich größerer Sicherheit eher die Vorgehensweise der sog. „verzögerten Sofortimplantation“ ca. 6-8 Wochen nach Zahnentfernung an.

• Immer wenn im Rahmen einer Implantat-OP ein Knochen- und/oder Weichgewebsaufbau nötig ist, ist eine sofortige Belastung mit provisorischem oder definitivem Zahnersatz nicht möglich, da zum komplikationslosen Einheilen eine geschlossene Weichgewebsdecke (Zahnfleisch) Voraussetzung ist.

• Eine sehr sichere und seit über 20 Jahren bereits erfolgreiche Anwendung der „Sofortimplantation“ auch in Verbindung mit einer sofortigen Belastung durch eine Prothese stellt der zahnlose Unterkiefer mit 4 Implantaten im Bereich des Kinns dar.

• Sicherer ist es auf jeden Fall, die empfohlenen Einheilzeiten einzuhalten. In Bezug auf die Gesamtbehandlungsdauer ist der erzielbare Zeitgewinn minimal, das eingegangene Risiko – auch im Hinblick auf die Kosten - jedoch überproportional hoch.

Dr. med. dent. Helmut Klaus
Parodontologen
in Bayreuth auf jameda
Dr. med. dent. Helmut Klaus
Implantologen
in Bayreuth auf jameda